Just in Time - Logistik mit minimalem Zeitpuffer
Just in Time Production ist in den Produktionsbereichen vieler Konzerne und Betriebe schon längst Alltag geworden. Dieser Artikel soll das Prinzip der Just in Time Production kurz erläutern und aufzeigen, welche Ansprüche an die Unternehmens- und Zuliefererlogistik daraus hervorgehen.
Just in Time Production bedeutet im Prinzip nichts anderes, als dass Güter oder Waren nicht im Voraus, sondern auf Anfrage produziert werden und sämtliche für den Produktionsprozess erforderlichen Materialien und Bestandteile zeitnah an den Produktionsort geliefert werden. Was sich zunächst kompliziert und recht kostspielig anhört, beschert den produzierenden Unternehmen allerdings große Vorteile in Form einer deutlichen Kostenersparnis. Denn im Prinzip ist keine Lagerhaltung mehr erforderlich, die ansonsten nur Zusatzkosten erzeugt und Kapital bindet.
Sobald ein Produktionsauftrag erteilt wird, werden sämtliche Zulieferer darüber informiert und aufgefordert, Waren oder Rohstoffe anzuliefern. Meist erfolgt die Koordinierung über eine zentrale Stelle. Die logistische Herausforderung besteht darin, dass alle erforderlichen Güter zeitnah am richtigen Ort eintreffen. Die für die Produktion benötigten Teile befinden sich also nicht vor Ort an der Produktionsstätte, sondern müssen zu einem geplanten Zeitpunkt eintreffen, damit diese umgehend weiterverarbeitet werden können. Man spricht auch gern vom rollenden Lager, weil die meisten Güter in Lastwägen über die Straßen rollen. Was die Planung der Logistik betrifft, so müssen die Güter genau zum richtigen Zeitpunkt eintreffen. Allerdings müssen auch Sicherheitspuffer beziehungsweise kleine Zwischenlager eingeplant werden, schließlich kann ein Lastwagen auch einmal im Stau stehen.
Gleichzeitig kann wegen einem einzigen Produkt, welches gefertigt werden muss, kein extra Lastwagen losgeschickt werden - die Transportkosten würden ja sonst ins Unermessliche steigen. Folglich gilt es, Leerfahrten zu vermeiden und ideale Routen festzulegen, um noch weitere Unternehmen oder Tochterbetriebe beliefern zu können. Um Produktionsstillständen vorbeugen zu können, führen viele Konzerne kleine Zwischenlager, deren Kapazitäten eng begrenzt sind.
Natürlich könnte man jetzt noch viel tiefer in die Thematik einsteigen und weitere Details aufzeigen, aber der Artikel dürfte verdeutlicht haben, welche Anforderungen heutzutage an Manager im Logistikbereich gestellt werden.